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Ratgeber

Arzneitees

Getrocknete und zerschnittene Pflanzenteile werden in der Apotheke unter dem Begriff "Teedrogen" zusammen gefasst, gleichgültig ob diese wegen ihrer Heilwirkung oder nur wegen ihres Wohlgeschmacks verwendet werden. Dabei werden für die Drogen neben den deutschen Bezeichnungen nach wie vor die lateinischen Namen gebraucht, mit denen nicht nur die Pflanze - unabhängig von regionalen Namensgebungen - sondern auch der verwendete Pflanzenteil (Blüten, Blätter, Rinde, Wurzel ...) eindeutig identifiziert wird.

Was sind Arzneitees?

Wird einem Tee, etwa auf dem Etikett, eine heilende Wirkung zugeschrieben, müssen Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachgewiesen sein. Wer einen Arzneitee kauft, kann sicher sein,
  • daß die richtigen Pflanzenteile verwendet werden
  • daß diese frei sind von schädlichen Umweltgiften
  • daß sie die vorgeschrieben Wirkstoffmengen enthalten
  • daß sie vorschriftsmäßig bearbeitet (getrocknet, zerkleinert, gelagert...) wurden
  • und daß exakte Mischungsverhältnisse vorliegen.

Diese hohen Anforderungen können schwerlich erfüllt werden, wenn man Teedrogen selbst sammelt und verarbeitet.


Für
die klassischen Anwendungsgebiete von Heiltees (z.B. bei Krankheiten
der Atmungs- oder Verdauungsorgane) werden oft Rezepturen mit
mehreren verschiedenen Heilpflanzen
verwendet. Zu viele wirksame
Bestandteile sollte ein Arzneitee allerdings nicht enthalten. Bei
Allergikern ist auch darauf zu achten, daß kein unverträglicher
Bestandteil enthalten ist.


Heiltees sollen stets kurmäßig angewendet werden: drei bis
vier Wochen lang täglich davon trinken und dann eine Pause (etwa
zwei Wochen) einlegen.


Wenn Sie einen Tee fertig kaufen oder in der Apotheke mischen lassen,
erhalten sie ihn gewöhnlich in einem Papiersäckchen, mit
oder ohne Überkarton. In dieser Verpackung sollten Sie den Tee
nicht für längere Zeit lagern, vor allem wenn die
Packung geöffnet ist. Geben Sie den Tee zu Hause in ein braunes
Glasgefäß oder in eine dicht schließende Metalldose.
Ungeeignet sind Gefäße aus Materialien, die die Duftstoffe
aufnehmen können, wie Holz oder Kunststoff.


Teezubereitung


Aufguß: geeignet für Pflanzenteile, aus denen die Wirkstoffe leicht freigesetzt werden, wie Blätter, Blüten, gestoßene Früchte und Kräuter.

Die vorgeschriebene Menge der Droge (meist ein gestrichener Eßlöffel oder 5 g) mit der vorgeschriebenen Menge an kochendem Wasser (meist 1 große Tasse, d.h. 150-200 ml) übergießen. 8 bis 10 Minuten (bei reinen Blütentees 5 Minuten) ziehen lassen und abseihen. Enthält der Tee ätherische Öle (Duftstoffe), läßt man ihn zugedeckt ziehen.

Abkochung: geeignet für Pflanzenteile, aus denen die Wirkstoffe nicht leicht freigesetzt werden, wie Hölzer, Rinden und Wurzeln.

Die vorgeschriebene Menge (meist 5 g) mit der vorgeschriebenen Menge an Wasser (meist 150-200 g) kalt ansetzen, zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten kochen. Nach kurzem Stehenlassen abseihen.

Kaltauszüge: geeignet für Teedrogen, deren Inhaltsstoffe, wie Schleimstoffe, die Behandlung mit kochendem Wasser nicht vertragen oder aus denen nicht alle Begleitstoffe, wie magenreizende Gerbstoffe, gelöst werden sollen.

Die vorgeschriebene Menge mit kaltem Wasser ansetzen und 12 Stunden stehen lassen.

Tassenfertige Arzneitees

Neben Teedrogen, die aus getrockneten Pflanzenteilen bestehen, gibt es auch tassenfertige Pulvertees, zu deren Herstellung den Arzneipflanzen die wirksamen Bestandteile mit einem Lösungsmittel (z.B. Alkohol) entzogen werden. Nach Filtrieren und Verdampfen des Lösungsmittels erhält man einen Auszug (Extrakt). Da Extrakte Feuchtigkeit aus der Umgebung anziehen und dann verklumpen, müssen sie kühl und trocken im dicht verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden.

Arzneitees in Filterbeuteln

Von einigen Firmen werden auch Arzneitees in Filterbeuteln angeboten. Dafür spricht, daß die Dosierung exakt ist, sowie die Bequemlichkeit. Bestandteile und Mischungsverhältnisse solcher Tees lassen sich allerdings nicht individuell variieren.


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