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Ratgeber

Vitamindefizite - wann droht Gefahr?

Fast alle Auf- und Abbauprozesse im Körper laufen ohne Vitamine gar nicht, ungeregelt oder zu langsam ab. Ohne ausreichende Versorgung mit allen lebensnotwendigen Vitaminen wäre unser Körper daher schnell lebensunfähig. Vitamine sind lebensnotwendige Stoffe, die der Körper nicht oder nur in unzureichender Menge selbst herstellen kann. Sie müssen dem Körper also durch die Nahrung von außen zugeführt werden.


Empfohlene Zufuhr


Bei einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Kost werden von einem stoffwechselgesunden Menschen in der Regel genügend Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen, so dass der Bedarf gedeckt werden kann. Die wichtigste Richtlinie ist die empfohlene Zufuhr, wie sie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) festlegt, und zwar unterschiedlich für die verschiedenen Lebensalter: vom Säugling über Kinder bis zu Jugendlichen und Erwachsenen, Schwangeren und Stillenden.


Risikofaktoren für eine Vitamin-Unterversorgung


Unser Vitaminbedarf ist unter bestimmten Umständen erhöht. Zu diesen Umständen zählen natürliche wie das Lebensalter, andere Umstände wie Schwangerschaft und Stillzeit oder unphysiologische Einflüsse durch Medikamente, Genussgifte und Schadstoffe. Aber auch eine falsche oder einseitige Ernährungsweise sowie körperliche Belastungen wie z. B. Dauerstress oder Leistungssport können Risikofaktoren für eine Unterversorgung mit Vitaminen sein. Als klassische Vitaminräuber gelten Rauchen, zu viel Alkohol, häufige Erkältungskrankheiten, Abmagerungskuren und einige Medikamente. Viele Menschen haben also einen erhöhten Bedarf an Vitaminen - ohne es zu wissen!


Rauchen


Mit jedem Zug inhalieren Raucher große Mengen von krebserzeugenden Partikeln, die zusätzlich mit Unmengen von freien Radikalen beladen sind. Freie Radikale entstehen bei Stoffwechselabläufen im Körper, aber auch durch Umweltgifte, Nikotin oder Stress. Ein "Zuviel" dieser aggressiven Teilchen kann wichtige Funktionen und Strukturen im Körper zerstören und Krankheiten wie Arteriosklerose, Krebs oder Rheuma hervorrufen. Raucher haben deshalb - im Gegensatz zu Nichtrauchern - einen erhöhten Bedarf an so genannten Antioxidantien. Dies sind Substanzen, die freie Radikale binden und unschädlich machen können. Von den Vitaminen bieten vor allem die Vitamine A, C und E Schutz vor freien Radikalen.


Alkohol


Je höher der tägliche Alkoholkonsum, desto weniger Vitamine werden zugeführt. Wenn die Leber durch übermäßig viel Alkohol bereits geschädigt ist, werden die Nährstoffe (und damit die Vitamine) schlechter verwertet. Chronisches Trinken führt zum Vitaminmangel, besonders an den Vitaminen A, B1, B6, Niacin, Vitamin C und Folsäure.


Dauerstress


Wer starkem Stress ausgesetzt ist, weist ebenfalls oft ein Vitamindefizit auf. Dauerstress zehrt nämlich an den Vitaminreserven - der Vitamin-C-Status ist oft zu niedrig, ebenso Vitamin B1, B6 und B12.


Vitaminräuber bei Frauen


Frauen ernähren sich im Schnitt gesünder als Männer – jedenfalls gemessen an ihrer Vitaminversorgung. Dennoch sind auch bei Frauen Vitamindefizite möglich.



  • Hormonpräparate: Bei vielen Frauen sind B-Vitamine und Folsäure Mangelkandidaten und zwar bei Einnahme von Hormonpräparaten. Das kann die Pille sein oder auch ein Hormonpräparat zur Behandlung von Osteoporose. Gegensteuern lässt sich mit entsprechenden Fertigpräparaten oder ausgesuchten Lebensmitteln. Reich an B-Vitaminen sind Leber, Hefe, Vollkornprodukte, Trockenmilch und Molkepulver, Pfifferlinge; folsäurereich sind Hefe sowie grünes Blattgemüse.

  • Schlankheitskuren: Der Vitaminpegel magert im Allgemeinen auch mit der Speisekarte ab, nämlich bei einer reduzierten Ernährung im Rahmen von Schlankheitskuren. Wer häufig Diäten macht, sollte besonders auf eine ausreichende Zufuhr der Vitamine E und B achten.

Ältere Menschen


Vitaminmangel schleicht sich erfahrungsgemäß mit dem Alter ein. Das hat viele Ursachen. Ältere Menschen haben oft weniger Appetit und trinken zu wenig, darüber hinaus lässt die gesamte Stoffwechselaktivität nach. Manchmal gibt es auch Schwierigkeiten mit dem Essen-Zubereiten, die Geschmackssinne lassen nach, so dass vieles fad schmeckt. Unterm Strich führt das zu einer verringerten Zufuhr an Nährstoffen. Häufig fehlen bei Senioren die Vitamine A und C und B-Vitamine, vor allem B12. Bei Menschen über 75 Jahren ist der Vitaminmangel eher die Regel als die Ausnahme.


Vitamindefizite durch Erkrankungen


Es gibt Gesundheitsstörungen, die die Nahrungs- und Vitaminaufnahme senken, und andere, die den Verbrauch erhöhen.


Verminderte Nahrungsaufnahme


Vermindert ist die Aufnahme von Nährstoffen und damit von Vitaminen bei



  • Appetitmangel

  • Ess-, Kau- und Schluckstörungen (z.B. wenn das Gebiss nicht richtig sitzt)

  • Magen-Darm-Operationen

  • einseitigen Schlankheitsdiäten.

Verminderte Vitaminresorption


Vermindert ist die Aufnahme aus dem Darm bei



  • Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse (Pankreasinsuffizienz) (Verdauungsenzyme fehlen, es kommt zur Maldigestion)

  • Gestörtem Gallenfluss bei Lebererkrankungen

  • Darminfektionen und -entzündungen

  • Rückbildung der Magenschleimhaut mit Fehlen von Intrinsic Factor und Magensäure, die über Vitamin B12-Mangel zur Anämie führt.

Bei einer Leberzirrhose verliert die Leber ihre Fähigkeit, Vitamine zu speichern.


Vermehrte Vitaminverluste


Zu vermehrten Vitaminverlusten kommt es bei



  • chronischen Durchfällen

  • chronischer Niereninsuffizienz

  • Hämodialyse

Vermehrter Vitaminverbrauch


Bei Erhöhung des Grundumsatzes infolge von Fieber, Verbrennungen, größeren Wunden oder Infektionen erhöht sich der Vitaminbedarf.


Fazit - Vitamine sind...



  • Lebensnotwendig:Sie verhüten typischen "Mangelkrankheiten" des Menschen

  • Effektiv: In kleinen Mengen hochwirksam

  • Spezialisten: Nicht untereinander austauschbar

  • Unverzichtbar: Der menschliche Körper kann nicht alle herstellen.

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